Bettgeflüster im Alter – Tipps für Männer

Erotisierende Berührungen, Zuneigungsbekundungen und ein Hauch von etwas Verbotenem: Auch in fortschreitendem Alter spielen der Körperkontakt und Sex in Beziehungen eine elementare Rolle. So schützen sich Männer und Frauen, die ein befriedigendes Sexleben führen, nicht nur vor Infektionen und Erkrankungen, indem sie Körpersäfte und Bakterien austauschen. Vielmehr schweißt der Bettsport Paare zusammen.

So fühlen sich Männer und Frauen gesehen, stellen eine tiefe und unumstößliche Bindung zu ihrem Lebenspartner her – und haben nebenbei bemerkt unglaublich viel Spaß! Allerdings kann sich das Bedürfnis nach Sex im Alter verändern.

Doch wie viel Sex ist normal? Was steigert die Lust und wie erhalten Männer ihre Potenz bis ins hohe Alter?


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Wie viel Sex im Alter ist normal?

Zugegeben: Manchmal schleicht sich der Alltagstrott ein. Insbesondere Paare, die eine Langzeitbeziehung pflegen, haben unter Umständen weniger Sex als Paare, die sich in der Verliebtheitsphase befinden. Doch welche Sex-Frequenz ist normal und sollten Paare, die selten miteinander schlafen, sich Sorgen machen?

In einer Studie des Kinsey Instituts für Sex, Reproduktion und Gender mit dem Titel “Am I normal?” (zu Deutsch: Bin ich normal?) untersuchten Forscher, wie häufig Menschen in unterschiedlichen Altersgruppen sexuell aktiv wurden. 112-mal schlafen junge Menschen in einem Alter zwischen 18 und 29 Jahren pro Jahr miteinander.

Deutlich weniger Sex praktizierten Befragte zwischen 30 und 39 Jahren. Sie schliefen 86-mal pro Jahr miteinander. Ab einem Alter von 40 Jahren reduzierte sich die Sex-Frequenz auf 69-mal pro Jahr.

Dabei gilt: Es ist bedeutungslos, wie oft Paare sexuell aktiv werden. Denn die Häufigkeit gibt keine Auskunft über die Qualität der Beziehung. Außerdem verändert sich im Alter das Bedürfnis nach Sex. Auch Erkrankungen oder eine eingeschränkte Potenz können dazu führen, dass glückliche Paare weniger Sex haben.

Ein Tipp: Männer, die ihre Potenz steigern möchten, können auf rezeptfreie Potenzmittel zurückgreifen oder ihren Lifestyle anpassen.

Wann lässt der Sexualtrieb bei Männern nach?

Die Libido des Mannes unterliegt einem stetigen Wandel. Ab dem 50. Lebensjahr können Männer weniger Lust auf Sex verspüren und weniger häufig an sexuelle Aktivitäten denken. Auch spontane Erektionen treten seltener auf als in jungen Jahren.

Darüber hinaus kann die Erektion schwach ausfallen oder ausbleiben. Auch die Fähigkeit, einen Orgasmus zu erleben, kann sinken.

Zum Vergleich: Bei Frauen reduziert sich die Östrogen- und Progesteronherstellung. Ab der Menopause bleibt der Menstruationszyklus aus. Die Vagina kann an Elastizität verlieren, während die Klitoris unempfindlicher werden kann. Das Bedürfnis nach Sex kann geringer ausfallen als in jungen Jahren.

Sowohl Männer als auch Frauen plagen in Beziehungen häufig Gewissensbisse, wenn der Sex selten stattfindet. Sie machen sich Vorwürfe, kein aktives Sexleben aufzuweisen und leiden an einem geringen Selbstbewusstsein.

Allerdings können Paare die Umstellung des Körpers auch als Chance begreifen, sich über die Bedürfnisse des eigenen Körpers bewusst zu werden und weniger – aber dafür erfüllenden – Sex zu erleben.

Was wirkt luststeigernd bei Männern?

Bereits Casanova griff zu Austern, um seine Potenz zu steigern. Die gute Nachricht: Einige Lebensmittel gelten tatsächlich als potenzsteigernd. Dazu zählen Spargel, Chili und Bananen.

Spargel weist einen hohen Zinkgehalt auf und kann Mangelerscheinungen vorbeugen. Denn ein Zinkmangel kann sich auf die sexuelle Leistung auswirken.

Chili kann die Durchblutung anregen und Bananen enthalten Kalium, das der Gefäßerweiterung dient. Auch Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) und sportliche Aktivitäten sollen die Potenz von Männern steigern können. Aussagekräftige Studien existieren jedoch nicht. Neben einer Ernährungsumstellung und Sport können rezeptfreie Arzneimittel eingesetzt werden, um das Lustempfinden zu erhöhen und die Leistung zu verbessern.

Wie erhalte ich meine Potenz im Alter?

Die Basis einer hohen Leistungsfähigkeit bildet eine gesunde Lebensweise – inklusive Bewegung und einer zucker- und fleischarmen Ernährung. Kraft- und Ausdauersport fördern die Durchblutung und können die Muskulatur und die Herzgesundheit erhalten sowie die Testosteronausschüttung beeinflussen.

Aber auch die Psyche kann dazu beitragen, dass Männer keine Erektion erleben. Denn Männer mit Potenzstörungen fürchten sich häufig davor, negativ bewertet zu werden. In Gesprächen mit Sexualtherapeuten können diese ihren negativen Glaubenssätzen auf den Grund gehen. Ein verständnisvoller Partner erleichtert es Betroffenen zudem, ihre eigene Sexualität und Rolle in der Beziehung oder Affäre neu zu bewerten.

Das Fazit – Sex im Alter

Männer und Frauen im fortgeschrittenen Alter praktizieren im Durchschnitt seltener Sex als junge Paare. Mögliche Gründe sind Erektionsstörungen, Versagensängste und ein vermindertes Verlangen nach sexuellen Abenteuern. Dabei stärkt Sex die Bindung zwischen Männer und Frauen und bereitet zudem viel Freude.

Männer können ihre Potenz durch eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise, Sport und Potenzmittel steigern. Auch eine psychotherapeutische Betreuung kann sich als gewinnbringend erweisen. Gemeinsam gelingt es Paaren so, ihre Zweisamkeit neu zu definieren und weiterhin intime Momente zu erleben.  

 

Quelle: Am I 'Normal?' Average Sex Frequency Per Week Linked To Age (medicaldaily.com)

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