Videospiele und Glücksspiel: Lootboxen

Um Geld mit Videospielen zu verdienen, lassen sich deren Entwickler heute immer mehr neue Ideen einfallen. Vorbei sind die Zeiten, in denen das Entwicklerstudio nur durch den Verkauf von Kopien des Spiels Geld verdient. Durch den Vormarsch der Raubkopien Anfang der 2000er Jahre waren die Studios auch mehr oder weniger dazu gezwungen, sich nach anderen Einnahmequellen umzusehen.

Den Anfang machte damals Blizzard mit dem Abonnement-System für World of Warcraft. Bei einem monatlichen Preis von über 10 Euro und einer konstanten Mitgliedschaft von mehr als 10 Millionen aktiven Spielern könnte es gut sein, dass WOW als erfolgreichstes Spiel aller Zeiten in die Geschichte eingeht.

Nachfolger des Abonnement-Systems waren nicht annähernd so erfolgreich wie Blizzard. Folglich ließen sie sich andere Konzepte einfallen, um ihre Spiele zu monetarisieren. Eine der populärsten Methoden dazu waren die sogenannten Lootboxen, die heutzutage in einer großen Anzahl an Spielen zur Verwendung kommen. Heute wollen wir über dieses Thema sprechen und erklären, was Lootboxen genau sind und was sie mit Glücksspiel zu tun haben.

Was sind Lootboxen?

Lootboxen sind spezielle Kisten in Videospielen, die zufällige Items enthalten. Dies können zum Beispiel Waffen oder andere starke Gegenstände sein, die dem Spieler einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Der Begriff der Lootbox kommt aus dem Englischen „Loot“, welcher Belohnungen bezeichnet, die Spieler durch Besiegen von Gegnern oder ähnlichen Aktivitäten erhalten.

Um Lootboxen freizuschalten, müssen Spieler entweder spezielle Voraussetzungen im Spiel erfüllen oder die Boxen kaufen, entweder durch die Währung des Spiels oder durch echtes Geld.

Wo kommen Lootboxen vor?

Lootboxen sind in vielen aktuellen Videospielen zu finden. Hier ist eine Liste von Spielen mit Lootboxen:

·         Counter-Strike: Global Offensive

·         Critical Ops

·         Dota 2

·         FIFA 18

·         FIFA 19

·         Fortnite Battle Royale

·         Forza Motorsport 7

·         Game of War: Fire Age

·         Gears of War 4

·         Halo 5: Guardians

·         Hearthstone

·         Heroes of the Storm

·         Injustice 2

·         League of Legends

·         The Lord of the Rings Online

·         Magic: The Gathering

·         Mass Effect 3

·         Middle-Earth: Shadow of War

·         Mobile Strike

·         Overwatch

·         Paragon

·         PlayerUnknown's Battlegrounds

·         Puzzle & Dragons

·         Rocket League

·         Rules of Survival

·         Star Trek Online

·         Star Wars Battlefront II

·         Street Fighter V

·         Zhengtu

Was haben Lootboxen mit Glücksspiel zu tun?

Lootboxen gerieten in der Vergangenheit bereits mehrfach in starke Kritik von Regierungen und verschiedenen Überwachungsstellen. So seien die begehrten Kisten im Prinzip nichts anderes als eine Form von Glücksspiel. Anders als Online Casinos ist die Verwendung von Lootboxen jedoch nicht reguliert. Daher ist es sogar fast weniger bedenklich, wenn Spieler Video Slots spielen (z.B. auf https://spielen-slots.de/spielautomaten-softhersteller/novoline-slots/) anstatt Lootboxen in Videospielen zu kaufen.

Doch was ist dran an dieser Kritik? Und warum wird hier von Glücksspiel gesprochen? Hier sind die Antworten:

Die Kritik an den Lootboxen kommt daher, dass Spieler beim Kauf dieser Kisten nicht wissen, welche Gegenstände sich darin befinden. Da es im Interesse der Spielehersteller ist, dass Spieler so viele Kisten wie möglich kaufen, macht es für sie Sinn, nicht jede Kiste mit den tollsten Items zu füllen. Daher geben viele Spieler große Mengen an Geld aus, um schließlich einen großen „Gewinn“ zu treffen, ähnlich wie bei einem Casino Spiel. Natürlich können die Spieler hier kein echtes Geld gewinnen, weshalb es sich technisch gesehen nicht um echtes Glücksspiel handelt.

Trotzdem ist die Kritik und Sorge der Regierungen durchaus berechtigt. Schließlich sind viele der Spieler minderjährig und geben einen Großteil ihres Geldes für die Boxen aus. Laut der Kritik ist auch das Verhalten der Spieler sehr ähnlich wie das von Spielsüchtigen. Sie kaufen immer wieder Kisten, um nach dem Rausch einer besonders guten Kiste zu suchen.

Das Ausmaß der Problematik wird alleine schon an den Zahlen deutlich, die die Studios mit Lootboxen umsetzen. So betrug der Gesamtumsatz von Electronic Arts im dritten Quartal 2018 stolze 1,23 Milliarden US-Dollar. Nur 260 Millionen davon stammte von tatsächlichen Spieleverkäufen, der Rest wurde durch Live Dienste wie Lootboxen erreicht.

Wie geht es weiter?

Bei einem solch profitablen Geschäft ist es klar, dass die Studios den Verkauf von Lootboxen nur ungerne einstellen werden. Die Sache ist für die Regierungen äußerst schwierig, da die Kisten offiziell wohl niemals als Glücksspiel anerkannt werden. Eines der wahrscheinlichsten Szenarien ist derzeit, dass Spiele mit Lootboxen in vielen Ländern nur noch an volljährige Spieler verkauft werden dürfen. Nur nach einem Altersausweis, ähnlich wie in einem Online Casino, könnten sie dann Lootboxen im Spiel erwerben.

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