Tinnitus: Frühzeitig behandeln lassen

Tinnitus kann in jedem Alter auftreten. Unabhängig davon, ob das Ohrgeräusch zu einer sehr frühen oder sehr späten Zeit im Leben auftritt – das ständige Zischen, Pfeifen oder Rauschen ist sehr belastend.

Ohrgeräusche erlebt der Großteil der Menschen zumindest einmal im Leben. Verursacht werden diese besonders häufig durch Schuss-Lärm, laute Konzerte oder Silvester-Feuerwerk. In der Regel hören die Geräusche nach einigen Tagen wieder auf, bei einigen Menschen bleiben sie allerdings. Besteht das Problem für mehr als sechs Monate, wird von einem chronischen Tinnitus gesprochen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind in diesem Fall sehr begrenzt.

Anders ist dies bei weiteren Problemen, die mit den Ohren auftreten können. Bei Ohrenschmerzen, Juckreiz oder trockene Haut im Gehörgang sind Ohrentropfen zu empfehlen.

Wie kann der Tinnitus behandelt werden?

Die Auslöser für einen Tinnitus können sehr verschieden sein, weshalb es schwierig ist, pauschal zu beantworten, welche Behandlung die Beste ist. Handelt es sich um einen subjektiven Tinnitus, können Verfahren zur Entspannung und leichte Medikamente helfen. Wenn der Tinnitus dadurch nicht verschwindet, ist eine weitere Untersuchung des Stadiums der Ohrerkrankung notwendig.

Es gibt danach unterschiedliche Therapien, die helfen sollen, das störende und belastende Ohrgeräusch loszuwerden. Der Weg der Besserung bei einem vorliegenden Tinnitus ist ebenso vielfältig, wie seine eigentlichen Ursachen. Das Ziel der meisten Tinnitus-Therapien ist es, das Geräusch im Ohr ausblenden zu können, indem dem Pfeifen, dem Rauschen oder dem Piepsen die Schärfe genommen wird. Patienten müssen in diesem Fall lernen, das Geräusch als „freundlichen“ Begleiter im Alltag wahrzunehmen. So kann das Rauschen beispielsweise in angenehme Meeresgeräusche verwandelt oder das ständige Pfeifen mit tollen Erinnerungen in Verbindung gebracht werden.

Es handelt sich bei den Therapien stets um komplexe Vorgehensweisen, die auf den individuellen Patienten zugeschnitten werden müssen. Eine besonders große Rolle spielt dabei ein Arzt, der einfühlsam ist und ein Umfeld, das Verständnis für die schwierige und belastende Situation hat. Dem Patienten hilft es, wenn er nicht das Gefühl vermittelt bekommt, dass er sich die Geräusche in seinem Ohr lediglich einbildet.

Die gängigen Therapien für die Behandlung eines Tinnitus sind:

  • Tinnitus-Retraining-Therapie: Hilfe durch ein technisches Gerät
  • Infusions-Therapie: Erhöht die Fließgeschwindigkeit der Innenohr-Flüssigkeit
  • Hör-Therapie: Schulung des Gehörs für bewusstes Hören
  • Musik-Therapie: Neue Strukturen im Gehirn werden für das Nachwachsen von Hörzellen geschaffen
  • Psychotherapie: Anwendung, wenn psychische Probleme den Tinnitus auslösen
  • Akupunktur: Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der allgemeine Energiefluss verbessert

Tinnitus als große Belastung im Alltag

Die Diagnostik eines Tinnitus ist in vielen Fällen nicht eindeutig, weshalb die Betroffenen zusätzlich damit zu kämpfen haben, dass sie denken, sie würden langsam verrückt werden. Hier muss den Patienten unbedingt diese Befürchtung genommen und stattdessen das Gefühl gegeben werden, dass ihr Problem ernst genommen und sie damit nicht alleine gelassen werden.

Wenn die Geräusche über eine lange Zeit anhalten, ist es ebenfalls möglich, das Leben durch bestimmte technische Hilfsmittel einfacher zu gestalten. Beispielsweise ist es möglich, Kopfhörer beim Fernsehen zu tragen oder eine lautere Türklingel anzuschaffen. Sollte das Gehör des Lebenspartners beispielsweise ohne Probleme funktionieren, kann so Streit um die Fernseher-Lautstärke von vorneherein vermieden werden.

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